Änderungen Kfz-Bereich 2017

Fahrzeugbesitzer aufgepasst: Im Kfz-Bereich ist wieder einiges los. TÜV-Fälligkeit, Pkw-Maut und erhöhte Bußgelder – auch 2017 bleibt nicht alles gleich. Wir informieren Sie in diesem Artikel über die wichtigsten Änderungen.

Im Kfz-Bereich gibt es auch 2017 einige Änderungen
Wie auf vielen Gebieten wird sich auch im Kfz-Bereich im Jahr 2017 etwas ändern.

Telefonieren am Steuer wird teurer

Während der Autofahrt das Smartphone liegen zu lassen, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Doch immer wieder werden Autofahrer dabei erwischt, wie sie mit dem Smartphone in der Hand Ihr Fahrzeug bedienen. Die steigende Anzahl an Unfällen spricht Bände. Deshalb soll das Bußgeld laut Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt von 60 auf 100 Euro erhöht werden. Sind die Verstöße gravierend, kann eine Geldstrafe von bis zu 200 Euro fällig werden und sogar ein Fahrverbot.

Einführung der Pkw-Maut – Jeder muss zahlen

Nachdem das Thema Pkw-Maut lange diskutiert wurde und viele Hürden zur Einführung bereits überwunden wurden, wird die Maut wohl noch dieses Jahr, vermutlich im Herbst, die Geldbeutel klingeln lassen. Wie viel Sie zahlen müssen, ist abhängig vom Hubraum und der Schadstoffklasse Ihres Fahrzeugs. Die Preise werden in fünf Stufen gestaffelt. Ausnahme: Wohnmobile und Oldtimer werden Sonderregelungen unterliegen.

Nach jetzigem Stand (Januar 2017) wird die jährliche PKW-Maut-Gebühr höchstens 130 Euro betragen. Ausgeglichen wird die Gebühr mit einer geringeren Kfz-Steuer. Jeder deutsche Autofahrer wird zur Kasse gebeten, egal welche Straßen er befährt. Da ein endgültiger Beschluss noch nicht gefasst ist, sind Änderungen nicht ausgeschlossen.

Welche Farbe hat Ihre TÜV-Plakette?

Jedes Jahr hat die TÜV-Plakette eine andere Farbe. Diese macht kenntlich, wann Ihr Fahrzeug fällig für die nächste Hauptuntersuchung (HU) ist. Beachten Sie daher die Farbe und die Zahl, die oben mittig auf der Plakette platziert ist. Trägt Ihr Fahrzeug eine braune Plakette, dann sind Sie zu spät dran, denn die HU hätte bereits 2016 erfolgen müssen. Ist die Plakette rosa, dann werfen Sie einen Blick auf die Zahlen, denn die Farbe steht für 2017. Bei einer grünen Plakette können Sie sich noch Zeit lassen, da Ihr Fahrzeug erst 2018 eine HU nötig hat.

2017 müssen Sie mit einer Kostenerhöhung für den TÜV rechnen. Je nach Bundesland können sich die TÜV-Gebühren auf bis zu ca. 57 Euro belaufen.

Eine rosafarbige TÜV-Plakette gilt für 2017.
Die abgebildete TÜV-Plakette zeigt, dass die
Hauptuntersuchung im April 2017 fällig ist.

Änderungen der Typklassen

Die Höhe der Typklasse bestimmt die Höhe der Versicherungsbeiträge. Dabei werden die Typklassen unter anderem anhand der Schadenswahrscheinlichkeit jedes Jahr neu festgelegt. Betroffen sind allerdings nur 1-3 Prozent der Fahrzeuge, die um mehr als eine Klasse höher oder niedriger gestuft werden. Erhöht sich die Klasse um mehr als 2 Stufen, ist mit einer Kostenerhöhung von 50 Euro oder mehr zu rechnen.

Bei folgenden Fahrzeugen gibt es deutliche Veränderungen:

Haftpflichtversicherung:

  • Subaru Forester fällt von Stufe 18 auf 16
  • Kia Carens 1.7 CDRI steigt um 4 Stufen auf 18

Teilkaskoversicherung:

  • Audi A5 2.0 TFSI erhöht sich von 22 auf 26
  • Honda Jazz 1.2 sinkt auf 17 (vorher 19)

Vollkaskoversicherung:

  • BMW 218i Active Tourer klettert auf 21 (Vorjahr: 18)
  • Porsche Boxster 3.4 sinkt um zwei Stufen auf 23

Regionalklassen verändern sich ebenfalls

Wie der ADAC bekannt gab, klettern rund 4,8 Millionen Fahrzeuge in den Regionalklassen nach oben, während 6,3 Millionen Fahrzeuge nach unten gestuft werden. Was sich genau für Ihr Fahrzeug ändert, erfahren Sie auf der Website des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Für einige Bundesländer z.B. Brandenburg, Niedersachsen oder Mecklenburg-Vorpommern fällt bezüglich der Kfz-Haftpflichtversicherung die Schadensbilanz deutlich positiver aus, als beispielsweise für die südlichen Bundesländer.

Euro 4 Pflicht für Motorräder

Ob neue Motorräder oder Kleinkrafträder: Erfüllen sie nicht die Vorgaben der Abgasnorm Euro 4, werden sie nicht zugelassen. Außerdem dürfen Motorräder über 175 cm³ einen Geräuschpegel von 80 Dezibel nicht überschreiten.

Höhere Kosten für den Führerschein

Die Kosten der Theorie-Prüfung wurden um rund einen Euro erhöht. Sie kostet nun 11,90 Euro. Für die Prüfung am Computer werden 10,60 Euro fällig und für die praktische PKW-Prüfung 91,50 Euro. Die Kosten für eine Motorrad-Prüfung belaufen sich auf 121,38 Euro.

30er-Zonen auch an Hauptstraßen möglich

In geschlossenen Ortschaften gilt ein Tempolimit von 50 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit darf nun auch auf Hauptverkehrsstraßen auf 30km/h reduziert werden, wenn es sich beispielsweise um einen Unfallschwerpunkt handelt.