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Kfz-Zulassung

Zulassungskosten 2026 – alle Gebühren für die Kfz-Anmeldung im Überblick

Neuwagen, Gebrauchtwagen, Umzug – jede Zulassung kostet Gebühren, aber selten den gleichen Betrag. Ich zeige dir alle Posten 2026, von der Anmeldung bis zum Wunschkennzeichen, mit klaren Beispielrechnungen.

Wenn du ein Auto zulässt, ist die Gebühr selten eine Zahl – und genau das macht die Sache unübersichtlich. Mal sind es 30 Euro, mal das Doppelte. Woran liegt das? An den vielen kleinen Posten, die je nach Vorgang anfallen. Ich nehme sie hier einzeln auseinander.

Die Behördengebühr ist nur der Anfang

Die reine Verwaltungsgebühr der Zulassungsstelle ist bundesweit in der Gebührenordnung (GebOSt) geregelt. Je nach Vorgang sieht das grob so aus:

  • Neuzulassung: rund 30 €
  • Umschreibung mit neuem Kennzeichen (Gebrauchtwagen): ca. 30 €
  • Ummeldung mit Kennzeichenmitnahme: günstiger, oft unter 30 €
  • Außerbetriebsetzung (Abmeldung): ca. 10 €
Gut zu wissen: Diese Beträge sind Richtwerte. Einzelne Kommunen erheben für Online-Dienste oder Sonderfälle eigene Gebühren – Abweichungen von ein paar Euro sind normal.

Die Schilder: der unterschätzte Posten

Zwei geprägte Nummernschilder kosten zwischen 20 und 35 € – und das ist oft mehr als die Behördengebühr selbst. Direkt am Schilderstand vor dem Amt zahlst du am meisten, online deutlich weniger.

Tipp: Schilder online bestellen, sobald das Kennzeichen feststeht. Das ist der größte Hebel, um bei der Zulassung zu sparen.

Wunschkennzeichen und weitere Aufschläge

Möchtest du ein Wunschkennzeichen, kommen wenige Euro für Zuteilung und Reservierung dazu. Wie sich dieser Posten genau zusammensetzt, habe ich im Ratgeber zu den Wunschkennzeichen-Kosten aufgeschlüsselt. Weitere mögliche Kosten:

  • eVB-Nummer: in der Regel kostenlos von deiner Kfz-Versicherung
  • Hauptuntersuchung (HU): je nach Fahrzeug rund 130 €, falls fällig
  • Plakette/TÜV-Plakette: wenige Euro

Beispielrechnung 1: Gebrauchtwagen ummelden

So sieht eine typische Umschreibung mit neuem Kennzeichen aus:

  • Umschreibegebühr: ca. 30 €
  • Zwei Schilder (online): ca. 25 €
  • Wunschkennzeichen (optional): ca. 13 €
  • Gesamt: rund 55–70 €

Beispielrechnung 2: Umzug mit Kennzeichenmitnahme

Ziehst du um und behältst dein Kennzeichen, fällt der Schilder-Posten weg:

  • Ummeldegebühr: ca. 20–30 €
  • Schilder: 0 € (Kennzeichen bleibt)
  • Gesamt: rund 20–30 €
Diese Unterlagen brauchst du: Personalausweis, Zulassungsbescheinigung Teil I und II, eVB-Nummer, gültige HU und – bei Halterwechsel – den Kaufvertrag. Wie der Ablauf genau ist, steht im Ratgeber zum Auto anmelden.

Sonderfälle: Saison, Kurzzeit und Export

Nicht jede Zulassung ist eine klassische Anmeldung. Für Sonderkennzeichen gelten eigene Gebühren:

  • Saisonkennzeichen: Die Zulassung kostet ähnlich wie eine normale Anmeldung; der Vorteil liegt bei Steuer und Versicherung, die nur für die gewählten Monate anfallen.
  • Kurzzeitkennzeichen (für Überführung oder Probefahrt): meist rund 13 € Gebühr plus die kurzlebigen Schilder und eine spezielle Kurzzeitversicherung.
  • Ausfuhrkennzeichen (Export ins Ausland): teurer, weil Schilder und Versicherung für den Export dazukommen.
Gut zu wissen: Wie viele Fahrzeuge in Deutschland zugelassen sind und wie sich der Bestand entwickelt, veröffentlicht das Kraftfahrt-Bundesamt – ein guter Beleg dafür, wie alltäglich diese Vorgänge sind.

Warum die Kosten überhaupt schwanken

Wenn dir zwei Bekannte unterschiedliche Beträge für „dieselbe" Zulassung nennen, liegt das selten an einem Fehler. Es liegt an den Bausteinen: Hat jemand das Kennzeichen mitgenommen oder neue Schilder gekauft? War die HU fällig? Wurde online oder am Schalter zugelassen? Wurde ein Wunschkennzeichen gewählt? Jede dieser Entscheidungen verschiebt die Summe um 10 bis 35 Euro. Genau deshalb ist die ehrlichste Antwort auf „Was kostet das?" immer: „Kommt drauf an – aber rechnen wir es zusammen."

So drückst du die Zulassungskosten

  1. Online zulassen: Die i-Kfz-Zulassung ist oft günstiger als der Schalter – und du sparst Anfahrt und Wartezeit.
  2. Schilder nicht vor Ort kaufen, sondern vorab online.
  3. Kennzeichen mitnehmen, wenn du umziehst – spart neue Schilder.
  4. eVB kostenlos bei der Versicherung anfordern, nicht über teure Drittdienste.
Wichtig: Plane die HU mit ein. Ist sie abgelaufen, kannst du das Fahrzeug nicht ohne Weiteres zulassen – und die Untersuchung ist oft der größte Einzelposten.

Wer zahlt was beim Autokauf?

Beim Gebrauchtwagenkauf taucht oft die Frage auf, wer die Zulassungskosten trägt. Die klare Antwort: Die Zulassung auf den neuen Halter zahlt der Käufer. Der Verkäufer ist nur dafür verantwortlich, dass das Fahrzeug ordnungsgemäß übergeben wird – inklusive aller Papiere.

Praktisch heißt das für dich als Käufer: Du brauchst vor der Ummeldung eine eVB-Nummer deiner Versicherung, die Zulassungsbescheinigungen vom Verkäufer und den Kaufvertrag. Erst dann kannst du das Auto auf dich zulassen – und entscheidest, ob du das bisherige Kennzeichen übernimmst oder ein eigenes Wunschkennzeichen wählst.

Tipp: Vereinbart im Kaufvertrag klar, wer das Fahrzeug abmeldet bzw. ummeldet. Das erspart beiden Seiten Ärger, falls das Auto nach der Übergabe noch auf den alten Halter läuft.

Häufige Fragen

Ist die Online-Zulassung wirklich günstiger? In vielen Bundesländern ja – die Gebühren für i-Kfz liegen häufig unter denen am Schalter. Verbindlich ist immer der Tarif deiner Zulassungsstelle.
Kostet die Abmeldung etwas? Ja, aber wenig – meist um die 10 €. Online ist sie oft noch günstiger.

Fazit

Die Kfz-Zulassung ist kein Pauschalpreis, sondern ein Baukasten: Behördengebühr, Schilder, optional das Wunschkennzeichen und die HU. Wer online zulässt, Schilder clever kauft und das Kennzeichen mitnimmt, hält die Kosten klein. Für die meisten Vorgänge landest du am Ende zwischen 20 und 70 Euro – je nachdem, wie viel neu gemacht werden muss.

Zulassung Kosten Gebühren

Rechtsstand: 24.06.2026 · Quelle: GebOSt (Gebührenordnung), KBA, ADAC

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