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Kennzeichen-Arten

Motorradkennzeichen: Größe, Vorschriften & Anbringung 2026

Ein Motorradkennzeichen ist kleiner als das beim Auto – aber die Vorschriften haben es in sich. Ich zeige dir die richtige Größe, die erlaubten Maße und worauf du bei der Anbringung achten musst.

Als ich mein erstes Motorrad zugelassen habe, stand ich vor dem Schilderstand und dachte: „Warum ist das Schild denn so klein?" Beim Auto kenne ich die langen Kennzeichen – beim Motorrad sieht alles plötzlich anders aus. Und genau da fangen die Fragen an: Wie groß darf so ein Schild eigentlich sein? Und wie klein?

Denn anders als beim Pkw gibt es beim Motorradkennzeichen nicht einfach „die eine Größe". Es gibt erlaubte Maße, einen vorgeschriebenen Aufbau und ein paar Stolperfallen, die im schlimmsten Fall ein Bußgeld nach sich ziehen. Schauen wir uns das in Ruhe an.

Gut zu wissen: Das Motorradkennzeichen ist ein zweizeiliges Schild. Oben stehen Unterscheidungszeichen und Erkennungsnummer, unten der Rest – das macht es kompakter als das einzeilige Auto-Kennzeichen und passt so an den schmalen Heckbereich.

Welche Größe hat ein Motorradkennzeichen?

Die wichtigste Frage zuerst: die Kennzeichen Motorrad Größe. Anders als beim Pkw, wo ein langes einzeiliges Schild dominiert, ist das Motorrad Nummernschild zweizeilig und deutlich kleiner.

Die gängige Standardgröße liegt bei etwa 180 mm Breite und 200 mm Höhe. Das ist das klassische Format, das du an den meisten Maschinen siehst. Je nach Anzahl der Zeichen sind aber auch leicht abweichende Breiten möglich – wichtig ist, dass die Mindestmaße für die Schriftgröße eingehalten werden.

Kurz gerechnet: Zwei Dinge kosten beim Motorradkennzeichen Geld – die Zuteilung bei der Zulassungsstelle (rund 20–30 €) und das geprägte Schild selbst (ca. 10–20 €, da nur eines nötig ist). Unterm Strich oft günstiger als beim Auto, wo du zwei Schilder brauchst.

Die genauen Maße und Vorschriften

Damit das Schild zulässig ist, muss es bestimmte Vorgaben erfüllen. Diese sind in der Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV) und der StVZO geregelt. Ein paar Eckpunkte, die du kennen solltest:

  • Format: zweizeilig, mit reflektierender Beschichtung und schwarzer Schrift auf weißem Grund.
  • Schrifthöhe: Die Zeichen müssen eine bestimmte Mindesthöhe erreichen, damit das Schild gut lesbar bleibt – deshalb gibt es ein Mindestmaß für das Schild.
  • Prägung: Wie beim Auto sind die Zeichen geprägt, nicht aufgedruckt.
  • Plaketten: Das Zulassungssiegel (die Stempelplakette) gehört aufs Schild – ohne das ist es nicht gültig.
Wichtig: Die genauen Maße und Toleranzen können je nach Schildhersteller und Behörde leicht variieren, und die Vorschriften werden gelegentlich angepasst. Sieh die Angaben hier als realistische Orientierung – maßgeblich ist immer die aktuelle FZV/StVZO. Ohne Gewähr und kein Rechtsrat.

Eine Besonderheit gibt es seit einiger Zeit: das verkleinerte Motorradkennzeichen. Für viele Maschinen ist inzwischen ein kleineres Format mit einer Breite von rund 220 mm und 200 mm Höhe bzw. ein noch kompakteres Maß zulässig, wenn die Schriftgröße passt. Frag im Zweifel bei deiner Zulassungsstelle nach, welches Format für dein Modell freigegeben ist.

Tipp: Wenn du dir ein Wunschkennzeichen fürs Motorrad sicherst, achte auf möglichst wenige Zeichen. Kurze Kombinationen passen besser auf den schmalen Heckbereich und sehen am Krad einfach harmonischer aus.

So bringst du das Kennzeichen richtig an

Die Anbringung ist beim Motorrad heikler als beim Auto – schlicht, weil weniger Platz da ist. Trotzdem gibt es klare Regeln:

Das Schild muss fest und dauerhaft am Heck montiert sein, gut sichtbar und darf nicht abgeknickt, verdeckt oder schräg nach oben oder unten geklappt werden. Beliebt, aber problematisch sind stark angewinkelte Halter, die das Kennzeichen kaum noch lesbar machen. Das kann bei einer Kontrolle teuer werden.

Das brauchst du für die Zulassung: Personalausweis, Zulassungsbescheinigung Teil I und II, eVB-Nummer der Versicherung, gültige HU und – bei Gebrauchtkauf – den Kaufvertrag. Das geprägte Schild bringst du dann passend zur zugeteilten Kombination mit.

Auch die Beleuchtung spielt eine Rolle: Das hintere Kennzeichen muss bei Dunkelheit beleuchtet sein. Eine fehlende oder defekte Kennzeichenbeleuchtung führt nicht nur zu Ärger bei der Hauptuntersuchung beim TÜV, sondern kann auch ein Verwarngeld kosten.

Wenn das Kennzeichen nicht passt – das droht

Ein zu kleines, verbogenes, verschmutztes oder schlecht lesbares Motorrad Nummernschild ist kein Kavaliersdelikt. Wer mit einem nicht ordnungsgemäßen Kennzeichen fährt, riskiert ein Verwarn- oder Bußgeld. Bei stark manipulierten oder unleserlichen Schildern kann es sogar Punkte geben.

Darf ich mein Kennzeichen einfach abknicken? Nein. Ein hochgeklapptes oder stark angewinkeltes Schild gilt als nicht ordnungsgemäß angebracht und kann mit einem Verwarngeld geahndet werden. Lass es also gerade und gut lesbar.

Welche Beträge konkret fällig werden, hängt vom Einzelfall ab. Eine gute Orientierung bietet der ADAC, der regelmäßig über Kennzeichen-Regeln und Bußgelder informiert.

Mein Rat: Investier ein paar Euro in einen ordentlichen, stabilen Kennzeichenhalter, der das Schild gerade hält. Das spart dir im Zweifel ein Bußgeld – und sieht besser aus als ein verbogenes Blech.

Versicherungskennzeichen – die Ausnahme

Nicht jedes Zweirad bekommt ein „normales" Motorradkennzeichen. Roller, Mofas und Mopeds bis 50 ccm bzw. 45 km/h brauchen ein Versicherungskennzeichen. Das ist das kleine, farbige Schild, das jedes Jahr die Farbe wechselt und ohne Behördengang direkt bei der Versicherung erhältlich ist.

Diese Kennzeichen sind nochmal deutlich kleiner und folgen eigenen Regeln. Verwechsle sie also nicht mit dem klassischen, geprägten Motorradkennzeichen für zulassungs- pflichtige Maschinen. Einen Überblick über alle Schild-Typen findest du unter Kennzeichen-Arten.

Häufige Fragen

Wie groß ist ein Motorradkennzeichen genau? Das Standardformat liegt bei rund 180 mm Breite und 200 mm Höhe und ist zweizeilig. Es gibt aber zulässige Abweichungen – maßgeblich sind die Mindestmaße für die Schriftgröße.
Brauche ich beim Motorrad zwei Kennzeichen? Nein. Anders als beim Auto reicht ein einziges Schild am Heck. Das spart dir die Kosten für das zweite geprägte Schild.
Kann ich ein Wunschkennzeichen fürs Motorrad nehmen? Ja. Du kannst dir wie beim Auto eine Wunschkombination reservieren. Achte nur auf kurze Kombinationen, damit sie aufs kleinere Schild passen.
Muss das Motorradkennzeichen beleuchtet sein? Ja, das hintere Kennzeichen muss bei Dunkelheit beleuchtet werden. Eine defekte Beleuchtung kann bei der HU und im Verkehr Ärger machen.

Fazit

Das Motorradkennzeichen ist kleiner und kompakter als das beim Auto – aber genauso streng geregelt. Die richtige Größe (meist rund 180 × 200 mm, zweizeilig), eine saubere Anbringung und eine funktionierende Beleuchtung sind Pflicht. Wer hier schlampt, riskiert ein Bußgeld.

Mein Rat: Halte dich ans Standardformat, montier das Schild gerade und gut lesbar und gönn dir einen stabilen Halter. Wenn du dein Krad neu anmeldest, schau vorher in den Ratgeber zum Auto anmelden – der Ablauf ist beim Motorrad fast identisch. Und wenn du eine persönliche Note willst, hol dir ein Wunschkennzeichen fürs Motorrad.

Kennzeichengröße Motorradkennzeichen Vorschriften

Rechtsstand: 24.06.2026 · Quelle: FZV, StVZO, KBA

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