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Kfz-Kennzeichen-Abkürzungen – was die Buchstaben bedeuten

B, M, K, HH – die ersten Buchstaben eines Kennzeichens verraten die Herkunft eines Fahrzeugs. Ich erkläre dir, wie deutsche Kfz-Kennzeichen aufgebaut sind, woher die Kürzel stammen und wie du jede Abkürzung blitzschnell nachschlägst.

Du stehst im Stau, vor dir ein Auto mit „GAP" auf dem Schild – und schon rätselst du: Woher kommt das? (Kleiner Spoiler: Garmisch-Partenkirchen.) Diese kleinen Buchstabenrätsel sind erstaunlich beliebt. Schauen wir uns an, was wirklich dahintersteckt.

So ist ein deutsches Kennzeichen aufgebaut

Jedes deutsche Kfz-Kennzeichen folgt demselben Schema:

  1. Unterscheidungszeichen – ein bis drei Buchstaben für den Zulassungsbezirk (z. B. „M" für München, „GAP" für Garmisch-Partenkirchen).
  2. Erkennungsnummer – ein bis zwei Buchstaben plus ein bis vier Ziffern, die du dir bei einem Wunschkennzeichen frei aussuchen kannst.

Dazwischen sitzen das ovale EU-Feld mit dem „D" und die Prüf- sowie HU-Plakette.

Gut zu wissen: Die Länge des Kürzels hängt grob mit der Größe des Bezirks zusammen. Große Städte haben oft ein kurzes Zeichen (B, M, K), kleinere Kreise ein längeres (z. B. „WUG" für Weißenburg- Gunzenhausen).

Woher kommen die Kürzel?

Die Buchstaben leiten sich fast immer vom Namen der Stadt oder des Landkreises ab. „HH" steht für die Hansestadt Hamburg, „DD" für Dresden, „F" für Frankfurt am Main. Manche Kürzel sind sofort verständlich, andere muss man kennen – etwa „WAF" für den Kreis Warendorf.

Festgelegt werden die Zeichen von den Ländern; das Kraftfahrt-Bundesamt führt die offiziellen Verzeichnisse. Eine vollständige, durchsuchbare Übersicht aller Kürzel findest du in unserer Kennzeichen-Liste von A–Z.

Tipp: Du willst wissen, welches Kürzel zu deiner Stadt gehört? Tippe es einfach in unsere Kennzeichen-Übersicht ein – dort siehst du Bedeutung und zuständige Zulassungsstelle auf einen Blick.

Die Sache mit den Altkennzeichen

Spannend wird es bei den Altkennzeichen. Durch Gebietsreformen verschwanden früher viele Kürzel – etwa wenn Landkreise zusammengelegt wurden. Seit der Kennzeichenliberalisierung 2012 sind viele dieser Codes wieder erhältlich.

So kannst du heute mancherorts wieder ein Kürzel führen, das es offiziell jahrelang nicht mehr gab – ein echtes Stück Heimat auf dem Schild. Welche das sind, zeigt unsere Altkennzeichen-Liste.

Beispiel: „LAU" für Lauf an der Pegnitz oder „BCH" für Buchen – beides Kürzel, die zurückgekehrt sind und sich super als Wunschkennzeichen mit regionalem Bezug machen.

Buchstaben, die nicht jeder bekommt

Nicht jede Kombination ist erlaubt. Manche Buchstabenfolgen sind aus historischen Gründen gesperrt – etwa solche, die an die NS-Zeit erinnern (z. B. „HJ", „KZ", „NS", „SS", „SA", „SD"). Diese Kombinationen vergeben die Behörden grundsätzlich nicht.

Wichtig: Diese Sperren gelten in den meisten, aber nicht in allen Bundesländern identisch. Wenn deine Wunschkombination in diese Richtung geht, prüfe sie früh – das System zeigt dir gesperrte Varianten ohnehin nicht als verfügbar an.

Kurze, beliebte und kuriose Kürzel

Manche Kürzel sind heiß begehrt – vor allem die kurzen. Ein einzelner Buchstabe wie „B", „M" oder „K" wirkt aufgeräumt und lässt viel Platz für eine schöne Wunschkombination. Andere Kürzel sorgen für ein Schmunzeln, weil sie sich wie Wörter lesen: „SED", „TOT", „BAD" oder „SAU" gehören zu den Klassikern, über die im Netz gern diskutiert wird.

Auch praktisch ist die Länge des Kürzels: Je kürzer das Unterscheidungszeichen, desto mehr Zeichen bleiben dir für die Erkennungsnummer – ideal, wenn du Initialen und ein vierstelliges Datum unterbringen willst.

Tipp: Du suchst ein besonders kurzes Kennzeichen? In Großstädten mit einbuchstabigem Kürzel hast du die meiste Freiheit. Stöbere in der Kennzeichen-Liste, um Kürzel und Bedeutung zu vergleichen.

Wie viele Kürzel gibt es eigentlich?

In Deutschland sind mehrere Hundert Unterscheidungszeichen in Gebrauch – Tendenz durch die zurückgekehrten Altkennzeichen sogar steigend. Genau deshalb lohnt sich eine durchsuchbare Liste mehr als jedes Auswendiglernen: Statt zu raten, schlägst du das Kürzel einfach nach und siehst sofort Stadt, Landkreis und zuständige Zulassungsstelle.

Was sonst noch auf dem Schild steht

Neben dem Kürzel und deiner Wunschkombination tragen Kennzeichen weitere Pflichtelemente, die schnell übersehen werden:

  • Das blaue EU-Feld links mit dem Sternenkranz und dem Länderkennzeichen „D" weist Deutschland als Zulassungsland aus.
  • Die runde HU-Plakette zeigt, in welchem Monat die nächste Hauptuntersuchung fällig ist.
  • Die Zulassungsplakette (Stempel der Behörde) macht das Schild amtlich gültig.

Auch optisch hat sich einiges getan: Neben den klassischen geprägten Schildern gibt es heute 3D- und Carbon-Kennzeichen mit erhabenen Zeichen. Sie müssen aber weiterhin der DIN-Norm entsprechen und gut lesbar sein – reine Optik geht nicht vor Verkehrssicherheit.

Gut zu wissen: Egal welche Optik – die Buchstaben-Zahlen-Kombination und das Unterscheidungszeichen bleiben dieselben. Die Bauform ändert nichts an der Zuteilung deines Wunschkennzeichens.

Häufige Fragen

Verrät das Kennzeichen, wo jemand wohnt? Nur grob: Das Unterscheidungszeichen zeigt den Zulassungsbezirk, nicht die genaue Adresse. Und seit der Kennzeichenmitnahme kann jemand sein Kürzel sogar nach einem Umzug behalten.
Kann ich mir das Kürzel aussuchen? Das Unterscheidungszeichen ergibt sich aus dem Zulassungsbezirk – frei wählbar ist die Erkennungsnummer dahinter, also deine Buchstaben und Zahlen.
Was bedeutet „Y" auf einem Kennzeichen? Das „Y" ist das Sonderkennzeichen der Bundeswehr und gehört keiner Stadt.

Fazit

Die Buchstaben am Anfang eines Kennzeichens sind kein Zufall: Sie stehen für den Zulassungsbezirk und damit für die Herkunft des Fahrzeugs. Wer die Bedeutung wissen will, schlägt sie in der Kennzeichen-Liste nach – und wer Lust auf ein Kürzel mit Geschichte hat, wirft einen Blick auf die zurückgekehrten Altkennzeichen.

Kennzeichen Unterscheidungszeichen Bedeutung

Rechtsstand: 24.06.2026 · Quelle: FZV, KBA, Wikipedia (Liste der Kfz-Kennzeichen)

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