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i-Kfz & Online

i-Kfz Voraussetzungen: eID, Ausweis & Co. erklärt

Bevor du dein Auto online zulässt, lohnt ein Blick auf die i-Kfz Voraussetzungen – denn ohne eID, freigeschalteten Ausweis und die richtigen Daten geht der Online-Antrag ins Leere.

Als ich das erste Mal mein Auto online zulassen wollte, saß ich voller Vorfreude vorm Laptop – und scheiterte schon nach zwei Minuten. Der Grund? Die eID-Funktion meines Personalausweises war nie aktiviert worden. Ärgerlich, aber lehrreich. Genau deshalb schauen wir uns hier in Ruhe an, was du wirklich brauchst.

Denn die internetbasierte Fahrzeugzulassung klingt herrlich einfach – und ist es auch, wenn die Voraussetzungen stimmen. Hapert es an einer einzigen Stelle, bricht der ganze Antrag ab. Lass uns das vorher klären, damit dir mein Anfänger- fehler erspart bleibt.

Das brauchst du für i-Kfz: einen gültigen Personalausweis (oder eID-Karte) mit freigeschalteter Online- Ausweisfunktion, deine sechsstellige PIN, ein NFC-fähiges Smartphone oder Kartenlesegerät, die AusweisApp und die Zulassungsbescheinigungen mit ihren verdeckten Sicherheitscodes.

1. Die eID – das Herzstück der Online-Zulassung

Ohne eID läuft bei i-Kfz gar nichts. Die Abkürzung steht für die Online-Ausweisfunktion, also den elektronischen Identitätsnachweis, der in deinem Personalausweis steckt. Sie ersetzt das persönliche Erscheinen am Schalter: Statt deinen Ausweis über den Tresen zu schieben, weist du dich digital aus.

Das Problem: Bei älteren Ausweisen war diese Funktion früher oft standardmäßig deaktiviert. Wer seinen Ausweis vor einigen Jahren abgeholt hat, muss sie eventuell erst freischalten lassen. Seit November 2019 ist die eID bei neuen Ausweisen automatisch aktiv – ein Blick lohnt sich trotzdem.

Gut zu wissen: Ob deine eID aktiv ist, prüfst du in wenigen Sekunden mit der kostenlosen AusweisApp. Lege den Ausweis ans Smartphone – die App sagt dir sofort, ob die Funktion eingeschaltet ist und ob du deine PIN gesetzt hast.

2. Der richtige Ausweis – Personalausweis oder eID-Karte

Kommen wir zum Stichwort i-Kfz Personalausweis: Für die Online-Zulassung brauchst du ein Ausweisdokument mit Chip. Das ist in den meisten Fällen der deutsche Personalausweis im Scheckkartenformat. Wer keinen deutschen Ausweis hat, kann als EU-Bürger die eID-Karte für Unionsbürger nutzen, Drittstaatsangehörige den elektronischen Aufenthaltstitel (eAT).

Wichtig ist nicht das Plastik selbst, sondern was darin steckt. Das Stichwort eID Ausweis Kfz bedeutet konkret: Der Chip muss die Online-Funktion enthalten und sie muss aktiviert sein. Mehr Details zum Dokument selbst findest du beim offiziellen Personalausweisportal des Bundes.

Wichtig: Hast du deine PIN vergessen oder die eID nie aktiviert, hilft nur der Gang zur Meldebehörde – das kann ein paar Tage dauern. Kümmere dich also rechtzeitig vor der geplanten Zulassung darum, nicht erst am Abend davor.

3. Die technische Ausstattung

Hardware-seitig hält sich der Aufwand in Grenzen. Du brauchst entweder ein NFC-fähiges Smartphone (die meisten Geräte der letzten Jahre können das) oder ein separates Kartenlesegerät am PC. Dazu kommt die AusweisApp, die du kostenlos für Handy und Computer bekommst.

Über NFC liest das Smartphone den Chip deines Ausweises aus, sobald du ihn an die Rückseite hältst. Klingt futuristisch, ist aber Alltag – dieselbe Technik nutzt du beim kontaktlosen Bezahlen. Eine stabile Internetverbindung und ein gängiger Browser runden die Sache ab.

Tipp: Teste den Auslesevorgang einmal in Ruhe, bevor du den eigentlichen Antrag startest. Die AusweisApp bietet eine Funktion zum Prüfen an. So weißt du vorher, dass Smartphone, NFC und PIN zusammenspielen – und gerätst nicht mitten im Antrag in Stress.

4. Die benötigten Daten und Dokumente

Jetzt zu den i-Kfz benötigten Daten. Neben deiner Identität braucht das System die Angaben rund ums Fahrzeug. Diese stehen in deinen Zulassungsbescheinigungen: Teil I (der frühere Fahrzeugschein) und Teil II (der frühere Fahrzeugbrief).

Auf den neueren Dokumenten findest du verdeckte Sicherheitscodes unter einer Rubbelfläche bzw. einem Aufkleber. Diese Codes gibst du im Antrag ein, damit das System weiß, dass du tatsächlich im Besitz der Papiere bist. Fehlt dieser Code – etwa bei älteren Dokumenten – ist der Online-Weg leider versperrt.

Diese Daten hältst du bereit: die verdeckten Sicherheitscodes aus ZB I und II, deine eVB-Nummer der Kfz-Versicherung, deine IBAN für das SEPA-Lastschriftmandat der Kfz-Steuer und – bei einem Wunschkennzeichen – die reservierte Kombination.

Die eVB-Nummer ist dabei der Nachweis, dass eine Haftpflichtversicherung besteht. Ohne sie geht weder online noch vor Ort etwas. Und die IBAN brauchst du, weil das Hauptzollamt die Kfz-Steuer ausschließlich per Lastschrift einzieht. Wie sich diese Steuer zusammensetzt, habe ich dir im Ratgeber zur Kfz-Steuer aufgeschrieben.

Gut zu wissen: Auch das alte Kennzeichen spielt eine Rolle. Bei einer Abmeldung oder Ummeldung müssen die Plaketten auf den Schildern ebenfalls einen verdeckten Sicherheitscode tragen, den du freilegst und einscannst.

Welche Vorgänge gehen überhaupt online?

Seit der großen Reform deckt i-Kfz fast den kompletten Lebenszyklus eines Fahrzeugs ab: Neuzulassung, Wiederzulassung, Ummeldung, Halterwechsel und Abmeldung. Den genauen Ablauf und die Dauer findest du im Ratgeber zu i-Kfz Ablauf und Dauer. Wenn du wissen willst, was die viel zitierte „Stufe 4" konkret bedeutet, lies meinen Beitrag zu i-Kfz Stufe 4.

Den kompletten Weg von der Anmeldung bis zum fertigen Schein beschreibe ich außerdem im Überblick zur i-Kfz Online-Zulassung. Die rechtliche Grundlage liefert übrigens die Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV).

Kurz gerechnet: Die Online-Zulassung ist meist etwas günstiger als der Gang zur Behörde. Statt der vollen Vor-Ort-Gebühr von rund 30 € zahlst du online oft nur etwa 13–20 € – plus Schilder und eventuelle Wunschkennzeichen-Gebühr. Die genauen Beträge findest du im Zulassungskosten-Ratgeber.

Die häufigsten Stolpersteine

Aus eigener Erfahrung und vielen Rückfragen kenne ich die typischen Hürden. Drei Klassiker tauchen immer wieder auf:

  1. eID nicht aktiviert – der häufigste Grund fürs Scheitern. Vorher per AusweisApp prüfen.
  2. PIN vergessen – ohne die sechsstellige PIN kein Identitätsnachweis. Notfalls neu setzen lassen.
  3. Alte Dokumente ohne Sicherheitscode – wer noch sehr alte Papiere hat, kommt am Schalter nicht vorbei.
Wichtig: Die hier genannten Abläufe und Gebühren können sich je nach Bundesland und Zulassungsbezirk unterscheiden, und einzelne Kommunen sind unterschiedlich weit digitalisiert. Sieh die Angaben als Orientierung, ohne Gewähr – im Zweifel gilt, was deine Zulassungsstelle sagt.

Häufige Fragen zu den i-Kfz Voraussetzungen

Brauche ich zwingend ein Smartphone? Nein. Ein NFC-Kartenlesegerät am PC funktioniert genauso. Wichtig ist nur, dass dein Ausweis ausgelesen werden kann.
Geht i-Kfz auch ohne deutschen Personalausweis? Ja, EU-Bürger nutzen die eID-Karte, Drittstaats- angehörige den elektronischen Aufenthaltstitel – jeweils mit aktivierter Online-Funktion.
Was, wenn meine Zulassungsbescheinigung keinen Sicherheitscode hat? Dann ist die Online-Zulassung nicht möglich. Du musst in dem Fall persönlich zur Zulassungsstelle.
Kann ich ein Wunschkennzeichen online einbinden? Ja. Reserviere es vorab und gib die Kombination im Antrag an – mehr dazu im Ratgeber zum Wunschkennzeichen reservieren.

Fazit

Die i-Kfz Voraussetzungen sind kein Hexenwerk – aber sie verzeihen keine Lücke. Steht deine aktivierte eID, kennst du deine PIN und liegen Sicherheitscodes, eVB-Nummer und IBAN bereit, läuft die Online-Zulassung in wenigen Minuten durch. Scheitert es, liegt es fast immer am Ausweis.

Mein Rat: Prüfe heute schon mit der AusweisApp, ob deine eID läuft. Dann steht deinem entspannten Antrag nichts mehr im Weg. Wie es danach Schritt für Schritt weitergeht, zeige ich dir im Ratgeber zur i-Kfz Online-Zulassung.

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i-Kfz eID Personalausweis

Rechtsstand: 24.06.2026 · Quelle: KBA, FZV, ADAC

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