Betrug beim Autokauf und Autoverkauf im Internet – so sichern Sie sich ab

Bei größeren Investitionen wie einem Kauf oder Verkauf eines Gebrauchtwagens sollten Sie auf jeden Fall genau hinschauen, denn was sich zunächst wie ein günstiges Schnäppchen anhört, kann sich schnell als Betrugsmasche entpuppen. Damit Sie beim Geschäft mit gebrauchten Autos keine böse Überraschung erleben, haben wir einige typische Betrugsmethoden zusammengefasst, die Sie so erkennen und vermeiden können.

Betrug beim Autokauf und -verkauf vermeiden
Günstige Kaufangebote im Internet sollten Sie sorgfältig unter die Lupe nehmen
 

Gefälschte Schecks

Eine der häufigsten Betrugsmaschen beim Autokauf ist der sogenannte Scheck-Trick. Ein im Ausland ansässiger Käufer überweist bei einer Scheckzahlung scheinbar versehentlich einen höheren Betrag als vereinbart. Über ein Bargeldtransferverfahren wie Western Union oder MoneyGram soll dann der Differenzbetrag zurückerstattet werden. Nach Abschluss der Überweisung bemerkt der Verkäufer, dass der Scheck gefälscht oder ungedeckt war und der Betrüger mit dem Überweisungsbetrag davongekommen ist. Um dies zu vermeiden, sollten Sie keinem Bargeldtransfer mit fremden Personen zustimmen.

Gestohlene Fahrzeuge

Die Angst, ein gestohlenes Fahrzeug zu erwerben, ist sicherlich eine der größten Befürchtungen beim Gebrauchtwagenkauf. Indizien, die auf gestohlene Pkws hinweisen, finden sich in der Art und Weise der Kaufabwicklung:

  • Die Kommunikation läuft lediglich über das Internet
  • Ungewöhnliche Orte für die Übergabe des Gebrauchtwagens (z.B. Rasthöfe)
  • Barzahlung ist die einzige Zahloption

Treffen diese Punkte zu, sollten Sie vorsichtig sein. Auch das genaue Kontrollieren der Fahrzeugpapiere ist ratsam. Sind diese unleserlich oder mit unterschiedlichen Schrifttypen versehen, könnte es sich um gefälschte Papiere handeln. Wenn Ihnen etwas komisch vorkommt, sollten Sie den Kauf unterlassen!

Angebliche Verkaufsbestätigung per Mail

Ein Kaufinteressent fordert den Verkäufer auf, persönliche Angaben und Fahrzeugdaten per E-Mail zu bestätigen. Nach dieser Aufforderung erfolgt keine Rückmeldung und das Auto wird an einen anderen Interessenten verkauft. Wenn das Inserat auf dem Verkaufsportal gelöscht wird, meldet sich der Betrüger und behauptet, dass die Mail eine Verkaufsbestätigung war. Mit der Begründung, dass ein bereits vereinbarter Weiterverkauf zu einem höheren Preis nun nicht möglich sei, fordert er Schadensersatz und pocht auf die Erfüllung des angeblichen Vertrags. Um dies zu vermeiden, sollten Sie in jeder Mail den genauen Sachverhalt und Grund für das Versenden angeben.

Fehler im Kaufantrag

Der Fahrzeugverkäufer wird von einem potenziellen Käufer aufgefordert, einen Kaufantrag per E-Mail zu bestätigen. In diesem Antrag baut der Betrüger ein kleines Detail ein, welches vom Inserat abweicht. Wenn der Verkäufer den Antrag bestätigt, ohne den Fehler zu bemerken, kann der Käufer auf einen Schadenersatz oder eine erhebliche Preisminderung bestehen. Besonders Zahlen wie Erstzulassung oder Kilometerangaben sollten Sie deshalb bei jedem Vertrag genau überprüfen.

Unseriöse Transportfirmen

Wenn Sie ein Auto erwerben möchten, welches mit deutscher Zulassung im Ausland steht und weit unter Marktpreis angeboten wird, sollten Sie sich vor allem das Transportunternehmen genau anschauen. Auch wenn die Website professionell wirkt, kann es sein, dass es sich um eine Scheinfirma handelt.

Der Verkäufer wird Sie auffordern das Geld ganz oder teilweise an das Transportunternehmen zu überweisen, oftmals über Bargeldtransferunternehmen. Nach dem Geldeingang sind weder Verkäufer noch Transportunternehmen kontaktierbar und Sie einer Betrugsmasche aufgesessen. Aus diesem Grund sollten Sie immer auf eine persönliche Fahrzeugübergabe bestehen!

Händler verkauft im Kundenauftrag

Aufhorchen sollte ein Kaufinteressent, wenn ein professioneller Händler einen Autoverkauf im privaten Kundenauftrag anbietet. Dieser Strohmann-Trick dient der Aufhebung der Sachmängelhaftung. Anders als bei einem privaten Verkäufer besteht bei einem regulären Händler nämlich eine gesetzliche Sachmängelhaftung, die dieser damit umgehen möchte.

Wenn Sie beim Kauf und Verkauf von Fahrzeugen im Internet aufpassen und auf die genannten Anzeichen achten, können Sie den meisten Betrugsmaschen entgehen und sich über einen gelungen Verkauf oder ein echtes Schnäppchen freuen!

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