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Altkennzeichen Wiedereinführung in Deutschland

Seit dem Inkrafttreten der Kennzeichenliberalisierung im November 2012 können abgeschaffte oder auslaufende Kennzeichenkürzel wieder neu zugelassen werden. Für ehemalige Landkreise oder kreisfreie Städte, die ihr Kfz-Unterscheidungszeichen aufgrund von Verwaltungsreformen aufgeben mussten, besteht nun die Möglichkeit, dieses wieder einzuführen.
Insgesamt wurden bisher 279 abgeschaffte Unterscheidungszeichen wieder zugelassen.


Kennzeichenliberalisierung - große regionale Unterschiede

Die dargestellte Infografik bildet den aktuellen Status im Rahmen der Altkennzeichen Wiedereinführung der jeweiligen Landkreise ab und zeigt regionale Unterschiede an. Sie veranschaulicht die regionale Verteilung der beantragten, eingeführten und abgelehnten Altkennzeichen. Es fällt auf, dass besonders in den neuen Bundesländern viele alte Kennzeichen wieder eingeführt wurden. Dies liegt vor allem daran, dass dort nach 1990 viele Kreise aufgrund von Gebietsreformen zusammengelegt worden sind. Auch in Bayern, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen wurden viele der ehemaligen Kfz-Kennzeichen neu zugelassen. Im Nord- und Südwesten hingegen gibt es deutlich weniger genehmigte Altkennzeichen. Hierbei ist zu beachten, dass in manchen Kreisen auch gar nicht die Möglichkeit zur Wiedereinführung von Altkennzeichen besteht.

Um den aktuellen Stand der Wiedereinführung zu dokumentieren, wird die Infografik regelmäßig aktualisiert. Für eine detailliertere Ansicht der Grafik klicken Sie bitte das Bundesland oder den gewünschten Landkreis an oder nutzen den Link am Ende der Seite. In der Detailansicht werden die vorhandenen, beantragten oder abgelehnten Altkennzeichen des ausgewählten Kreises aufgeführt. So erhalten Sie genaue Informationen zu den verfügbaren Kennzeichenkürzeln, aus denen Sie Ihre Wunschkombination wählen können.

Hintergründe zur Kennzeichenliberalisierung

Das derzeitige deutsche Kennzeichensystem besteht seit 1956. In den neuen Bundesländern wurde es im Jahr 1990 eingeführt. Durch Kreisgebietsreformen in den vergangenen Jahrzehnten gab es in vielen Bezirken Namens- oder Gebietsänderungen. Dadurch sind zahlreiche Kfz-Unterscheidungszeichen weggefallen. Weiterhin gab es vor der Kennzeichenliberalisierung pro Zulassungsbezirk nur ein Kennzeichenkürzel. Den Landkreisen wird durch die neue Verordnung die Möglichkeit eingeräumt, mehrere Kfz-Unterscheidungszeichen zu vergeben. Das aktuelle Kennzeichenkürzel wird als Standardkennzeichen beibehalten. Auf Wunsch können die Bürger jedoch zum Altkennzeichen zurückkehren.

Prozess der Beantragung von Altkennzeichen

Die Entscheidung, ob von der Kennzeichenliberalisierung Gebrauch gemacht wird, liegt bei den Ländern. Hierzu müssen die Länder Anträge für die Wiedereinführung von Altkennzeichen beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) einreichen. Das BMVBS orientiert sich bei der Entscheidung über die Neuzulassung am Stimmungsbild der jeweiligen Region. Spricht sich eine deutliche Mehrheit für die Wiedereinführung eines Altkennzeichens aus, ist mit einer Befürwortung des Antrags zu rechnen.

Wiedereinführung der Altkennzeichen wird positiv gesehen

Die Heilbronner Initiative Kennzeichenliberalisierung hatte einen großen Einfluss auf den Beschluss zur Wiedereinführung von Altkennzeichen. Im Rahmen des Forschungsprojektes wurde eine Umfrage mit rund 50.000 Personen in über 200 Städten durchgeführt, die zu ihrer Meinung im Bezug auf die Altkennzeichen Wiedereinführung befragt wurden. Die Möglichkeit der Wiedereinführung von Altkennzeichen wurde durch einen Großteil der Bürger begrüßt. Rund 72% der Befragten standen der Wiedereinführung positiv gegenüber. Ein weiteres Ergebnis war, dass sich ein Großteil der befragten Bevölkerung über das Kennzeichenkürzel mit ihrer Region identifiziert. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die ehemals abgeschafften Kfz-Kennzeichen sich nach der Neuzulassung einer großen Beliebtheit erfreuen. Außerdem sind die meisten Kennzeichenkombinationen wie beispielsweise kurze Kombinationen mit der Einführung oft wieder erhältlich, so dass die Bürger ihr Wunschkennzeichen bekommen können.

Für die Regionen bringt die Wiedereinführung sowohl einen Imagezuwachs als auch einen finanziellen Vorteil mit sich. Mit dem jeweiligen Kennzeichen wird eine bestimmte Region verbunden, die durch das eigene Kennzeichenkürzel besser im Gedächtnis bleibt. Die Einnahmen durch die Neuausgabe von Kennzeichen kommen den öffentlichen Kassen zugute. Für die Kreise steht demnach der wirtschaftliche Vorteil im Vordergrund, während die Bevölkerung ihre regionale Identität stärken kann.

Quellen:

  • http://www.bmvbs.de/SharedDocs/DE/Artikel/LA/wiedereinfuehrung-alter-auslaufender-kennzeichen.html
  • http://www.hs-heilbronn.de/kennzeichenliberalisierung
  • http://www.mvi.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/116506/

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Direkter Link in die Bundesländer

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* In den drei Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen gibt es keine Altkennzeichen die eingeführt werden können.